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Stephani Ost Überseeinsel Bremen

Projekttyp

Realisierungswettbewerb, 1. Preis

Ort

Bremen

Laufzeit

07/2020 -09/2020

Auftraggeber

Überseeinsel GmbH

Team

Sabine Rabe, Julia Schulz, Felicitas Wiener, Jan Dubsky, David Boldt

Kooperation

Allmann Sattler Wappner Architekten

Die neuen Wohnhöfe des Quartiers Stephani Ost auf der Überseeinsel in Bremen liegen zwischen einer aktiven Wohnstraße im Norden und der hochliegenden Deichterrasse im Süden mit dem weiten Blick über die Weser. Es entstehen vier nachbarschaftliche Höfe. Sie bilden kleine grüne Oasen am Wasser.

Extensive Wiesen lassen eine saftig grüne Mitte in den Höfen entstehen. Frei angeordnet bieten sich Spiel- und Gartenwiesen, kleine Wäldchen als Hofhaine mit Streuobstgehölzen als Begegnungsräume der Nachbarschaft an. Großzügige Spielbereiche in den Wiesen erweitern das Spielangebot im Quartier.

Gemeinschaftliche Gartenhäuser sind Stauraum für Gartenutensilien und gleichzeitig Aufenthaltsraum. Eine klare Sitzkante im Norden und Süden „zähmt“ das Grün in den Höfen und ist gleichzeitig Bank und Spielelement. Die Gebäude sind in einen prächtigen pflegeextensiven Staudensaum aus Wildstauden und Gräsern als großzügige blühende Bereiche gebettet. Kleine Gartensockel bzw. Terrassen bilden gemeinsam mit einer gemähten Vorzone einen privaten Gartensaum zum Staudensaum. Die Pflanzung schafft Privatsphäre als Übergang zu den aktiveren Zonen. Die gesamten Grünflächen der Höfe und Teilbereiche der Dachflächen dienen als Retentions- und Versickerungsraum des anfallenden Regenwassers. Zisternen garantieren die Freiflächenbewässerung in Trockenzeiten.

Die Erschließungsflächen in Form von Wohnwegen und Vorzonen werden auf ein Minimum reduziert. Gemeinschaftliche Grünflächen und extensive Wiesen umfließen die Wege, dabei entstehen hin und wieder kleine Sitzkanten. Großzügige befestigte Vorzonen spannen sich als „gemeinschaftliche Deelen“ im Bereich der Eingänge auf und führen in die Gebäude. Sie sind Treffpunkt, Aufenthaltsort sowie Spiel- und Bewegungszone für Kinder. Jedes Haus hat Zugang zu einer gemeinschaftlich nutzbaren Dachterrasse, die als „Dachgarten-Wildnis“ angelegt wird.