Raumbild Mitte Thüringen

Projekttyp

räumlich forschende Konzept, Entwurf und Kartendarstellungen

Ort

Thüringen

Laufzeit

03/2016 - 08/2016

Auftraggeber

IBA Thüringen

Team

Sabine Rabe, Marius Hurlbrink, Susanne Gallenz

Kooperation

Station C23, Stein+Schultz

Die Mitte Thüringens ist „radikal normal“. Die Landschaft der Mitte Thüringens ist selbstverständlich, schön, hoch produktiv und stark genutzt. Sie ist Ressource. Viele Landschaftsnutzungen funktionieren als in sich geschlossene Systeme und bedingen als solche räumliche Fragmentierungen. In Zeiten sich verstärkender Monofunktionalisierung und Spezifizierung gilt es, Landschaft als gesamtgesellschaftliche Unternehmung zu betrachten und zu entwickeln, an der unterschiedliche große und kleine Landschafts-Unternehmer mitwirken. Das Raumbild zeigt die Landschafts-Unternehmen ERNTELAND, INFRALAND, WOHNLAND, SEHNSUCHTSLAND und SCHUTZLAND, und beschreibt deren spezifische Transformationsprozesse und Zukunftsfragen. Die These ist, dass im Zusammenwirken dieser Systeme neue multifunktionale Landschaften entstehen, die ökonomisch, ökologisch, sozialräumlich wie auch gestalterisch wertvoll sind. Die IBA befeuert mit Projekten dieses Zusammenwirken und zeigt auf, wo sich Schnittstellen auftun und welche Vorteile durch das Miteinander entstehen können. Mögliche Orte für neue, multifunktionale und kooperativ erzeugte Landschaften werden in einer Karte dargestellt und an Beispielen illustriert. Das Raumbild soll ein Bewusstsein für das landschaftliche Ganze und für die Verknüpfungen schaffen bzw. schärfen sowie Ideen für zukunftsfähige Landschaftsunternehmungen befördern. Ziel ist es, von einer Optimierung der Monoländer zu einem nachhaltigen Multiland zu kommen.