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Maurienbrücke

Projekttyp

Beteiligungsverfahren, Objektplanung Freianlagen LPH 1-5

Ort

Hamburg

Laufzeit

11/2019 - fortlaufend

Auftraggeber

Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer Hamburg

Team

Thomas Gräbel, Sabine Rabe, Julia Schulz

Kooperation

Blunck+Morgen Architekten

Barmbek-Nord wurde in den vergangenen Jahren im Rahmen des integrierten Stadtentwicklungsprogramms (RISE) sichtbar aufgewertet. Das neue Museumsquartier am Osterbekkanal bildet zusammen mit dem neuen Stadtplatz ein lebenswertes Zentrum. Die auf der gegenüberliegenden Seite entstandenen Wohngebäude spiegeln die Industriearchitektur des Museumsareals wider. An der Stelle einer im Zweiten Weltkrieg zerstörten Brücke soll nun eine moderne Rad- und Fußwegbrücke den Osterbekkanal überqueren und die seit 75 Jahren unterbrochene Maurienstraße mit dem Museumsquartier und dem dahinter gelegenen Bahnhof verbinden.

Der Brückenneubau führt zu einer notwendigen Anpassung der Uferzonen. Insbesondere auf der südlichen Seite verändert die Einbringung des Wiederlagers des eingespannten Brückenträgers die Situation grundlegend. Im Rahmen des Brückenbaus wird die Fläche wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der direkte Bezug zum Kanal soll durch die Freianlagen erlebbar werden und einen neuen Platz am Wasser schaffen.

 

Die zentrale Entwurfsidee resultiert aus der Idee der Bürger eine ‚Grüne Oase – ein Ort für Ruhe und Aufenthalt im Kontrast zu der angrenzenden Straße Flachsland’, zu schaffen. Der wilde Charme unterstreicht schon heute die Besonderheit des Ortes. Mit der Idee eine kleine Uferwildnis am Wasser zu schaffen, entsteht ein grüner und belebter Freiraum mitten in der Stadt.

Der Freiraum gliedert sich in fünf Bereiche: ein kleiner Aufenthaltsbereich als Entreé zur Brücke, zwei Stufenanlagen beidseitig des Brückenbauwerks, eine artenreiche Wiesenlandschaft als Übergang zu den Bestandsgrundstücken, ein Schattengarten unter der Brücke und eine befestigte Fläche als Platz am Wasser.