Garten der erinnerten Landschaften

Projekttyp

Wettbewerb, 1. Preis

Ort

Leipzig

Laufzeit

04/2022 - 06/2022

Auftraggeber

Stadt Leipzig

Team

Sabine Rabe, Marion Kleine-Onnebrink, Elisabeth Haentjes, Jonathan Seger, Sara Scheuing, Steffen Hehn

Kooperation

Observatorium Rotterdam
 

Der Garten der erinnerten Landschaften ist ein künstlerisch-landschaftlich inszenierter interkultureller, vielfältig nutzbarer Ort der Ruhe, des Erinnerns, Gedenkens, Trauerns  -  für die neuzugezogenen Leipziger*innen aller Kulturen, Religionen und Herkunftsländer. Ein Ort, der die Diversität der Stadt widerspiegelt und zur gedanklichen Beteiligung einlädt.

 

Diejenigen, die aus aller Welt nach Leipzig gekommen sind, leben räumlich, nicht aber gedanklich von Heimat und Familie getrennt. Wohin mit diesem Schmerz oder den Gedanken, wenn das Stück Erde oder der Ort, die Landschaft, die die Getrennten teilten, fehlt? Diese Frage brachte uns auf die Idee, einen Garten der Heimattopographien zu entwerfen: eine Landschaft der fehlenden Landschaften. Diese künstlerisch-landschaftliche Inszenierung verleiht dem Paradoxon von Distanz und Nähe Gestalt, indem sie die Heimat als Landschaft und Vorstellung illustriert.

 

Mithilfe eines partizipatorischen Ansatzes soll gärtnerisch, künstlerisch und botanisch eine Topographie des interkulturellen Gedenkens angelegt werden, die durch Schönheit und Vielfältigkeit überrascht, wie es auf einem Friedhof oft der Fall ist. Hier geschieht dies aber nicht durch Gedenkstätten in der Landschaft, sondern durch die Landschaft als Gedenkstätte.

Das Projekt ist auch auf der Website von Observatorium zu sehen